Satyricon

Ein Film von Frederico Fellini
Italien, IT/f, 1969, VO/f, 129 min, ab 16 Jahren
Fellinis „Satyricon“ ist eine Verfilmung des Werks, das dem lateinischen Schriftsteller Petronius aus der Zeit Neros zugeschrieben wird. Die Geschichte folgt Encolpe und seinem Gefährten Ascylte im dekadenten antiken Rom, wo Maßlosigkeit, Gewalt und Ausschweifung herrschen. Im Laufe ihrer Abenteuer wetteifern die beiden jungen Männer um die Liebe des jungen Giton in einer chaotischen Welt, bevölkert von extravaganten Figuren, prächtigen Banketten, geheimnisvollen Ritualen und Szenen, in denen sich Begierde, Grausamkeit und Absurdität vermischen.

In diesem Werk versucht Fellini, den Niedergang des Römischen Reiches darzustellen und gleichzeitig eine Zeit im Umbruch zu beleuchten: die späten 1960er Jahre, geprägt von der sexuellen Befreiung, der Infragestellung traditioneller Werte und der Kritik an gesellschaftlichen Normen. Fellinis Rom wird so zu einem Zerrspiegel seiner eigenen Zeit.

Im Anschluss an die im Rahmen des Programms „archéofribourg/freiburg“ angebotene Filmvorführung wird Frau Karin Schlapbach, ordentliche Professorin am Institut für Klassische Philologie der Universität Freiburg, einige Überlegungen zum Originalwerk, zu dessen Autor und zu dessen Bedeutung für die lateinische Literaturtradition anstellen.
Filmvorführung und Vortrag
Donnerstag, 22. Oktober um 18:15 Uhr
Organisiert durch die l'association archéofribourg/freiburg und in Präsenz von Karin Schlapbach, Professor für lateinische Sprache und Literatur an der UNIFR

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